Von Ayutthaya bis zum Goldenen Dreieck
Zwischen Bangkok und Chiang Mai liegt mehr Thailand als die meisten Reisenden je sehen — Ruinenstädte der Sukhothai-Ära, weiße Chedis auf Berggipfeln, ein Wasserfall mitten im Nationalpark und das Zusammentreffen dreier Länder am Mekong. Sechs Tage auf einer Route, die zwei Regionen und mehrere Jahrhunderte Geschichte verbindet, mit einer Fahrradtour durch einen Unesco-Welterbepark als besonderem Erlebnis.
Der Verlauf Ihrer Kleingruppenreise von Bangkok nach Chiang Mai
Die Route führt von Bangkok zunächst nach Norden durch die historischen Königsstädte Ayutthaya und Sukhothai, bevor sie über Lampang in das Bergland des Nordens wechselt. Von dort geht es weiter nach Phayao, ans Goldene Dreieck und durch Chiang Rai bis nach Chiang Mai — sechs Tage, die zwei Regionen und mehrere Jahrhunderte thailändischer Geschichte verbinden.
Ihr Reiseverlauf im Detail
Zwei Regionen, sechs Tage — die Route verbindet die Ebene Zentralthailands mit dem Bergland des Nordens. Längere Fahrtstrecken sind mit Besichtigungen und Stopps unterbrochen, der erste Tag ist der längste. Wer aufmerksam hinschaut, sieht wie sich Landschaft, Architektur und Alltagsleben von Etappe zu Etappe verändern.
Schon der erste Tag führt in eines der bedeutendsten Kapitel thailändischer Geschichte. Rund 90 Kilometer nördlich von Bangkok liegt Ayutthaya — vier Jahrhunderte lang Hauptstadt des Königreichs Siam und zu ihrer Blütezeit eine der größten Städte der Welt, mit Gesandtschaften aus Europa, China und Persien. 1767 zerstörten burmesische Truppen die Stadt vollständig. Was blieb, sind weitläufige Ruinenanlagen unter altem Baumbestand, heute Unesco-Welterbe.
Zwei Anlagen stehen auf dem Programm: der Wat Mahathat, dessen bekanntestes Detail ein Buddha-Kopf ist, der über Jahrhunderte von den Wurzeln eines Bodhibaums umschlossen wurde, und der Wat Si Sanphet — der wichtigste Tempel des alten Königspalastes, dessen drei charakteristische Chedis noch heute das Bild der Ruinenstadt prägen.
Nach einem Mittagsstopp in Nakhon Sawan führt die Strecke weiter über Phitsanulok nach Sukhothai. Kurz vor der Ankunft hält die Gruppe am Wat Chetupon — eine Ruinenanlage aus der Blütezeit des Sukhothai-Königreiches, abseits der Hauptbesucherströme und bei klarem Wetter ein ruhiger Ort für den Sonnenuntergang.
Übernachtung
Der Morgen gehört dem Unesco-Welterbepark von Sukhothai — und zwar auf dem Fahrrad. Zwischen Wassergräben, alten Stadtmauern und ruhigen Teichen erschließen sich die Tempelanlagen anders als zu Fuß: langsamer, näher, mit Zeit für Details. Zu den wichtigsten Stationen gehören der Wat Mahathat mit seiner zentralen Buddha-Statue, der auf einer kleinen Insel gelegene Wat Sa Si und der Wat Si Sawai, der mit seinen drei Türmen den hinduistischen Ursprung vieler Tempel dieser Epoche zeigt. Auch die Statue von König Ramkhamhaeng steht auf dem Weg — dem Herrscher, dem die Entwicklung der thailändischen Schrift zugeschrieben wird.
Weiter geht es nach Si Satchanalai, der einstigen Schwesterstadt Sukhothais. Die Anlage ist weniger bekannt und deutlich ruhiger — Tempelruinen im Wald, ohne Besuchermassen. Bekannt war die Region einst für ihre Keramik, die unter dem Namen Sawankhalok bis nach Japan exportiert wurde.
Das Mittagessen findet in Ban Na Ton Chan statt, einem kleinen Dorf an der Strecke nach Lampang. Wer möchte, kann anschließend durch die Reisfelder spazieren oder einen Blick in die Werkstätten werfen, wo Baumwolle und Seide noch von Hand gewebt werden.
Am Nachmittag erreicht die Gruppe Lampang — eine der wenigen Städte Nordthailands, in der Pferdekutschen noch heute zum Stadtbild gehören. Die gut erhaltenen Teakholzhäuser aus der Kolonialzeit geben der Stadt einen eigenen Charakter, der sich deutlich von Chiang Mai unterscheidet.
Übernachtung
Kaum ein Tempel in Nordthailand hat eine ähnlich unerwartete Lage wie der Wat Chalerm Phra Kiat — weiße Chedis, einzeln auf schmalen Bergspitzen, mit weitem Blick über die umliegenden Hügelketten. Mit lokalen Pick-up-Fahrzeugen geht es zunächst auf einer steilen Bergstraße zum Ausgangspunkt, dann rund 500 Stufen hinauf. Für den Aufstieg sind festes Schuhwerk und gute Kondition hilfreich. Wer nicht mitsteigt, findet am Parkplatz einen Aussichtspunkt mit ähnlicher Perspektive.
Nach dem Abstieg und dem Mittagessen führt die Route in den Chae Son Nationalpark. Ein Naturpfad führt zum Chae Son Wasserfall, umgeben von dichter Vegetation mit Orchideen und tropischen Farnen. Im Park gibt es zudem heiße Quellen — kleine Pavillons laden dazu ein, die Füße ins warme Wasser zu tauchen, bevor die Fahrt
weitergeht.
Am späten Nachmittag erreicht die Gruppe Phayao. Kurz vor der Stadt öffnet sich der Blick auf den Kwan Phayao — einen der größten Binnenseen Thailands, dessen Ufer sich die Stadt seit Jahrhunderten mit alten Tempelanlagen teilt.
Übernachtung
Der Tag beginnt mit einem Ritual, das in Phayao zum Morgen gehört: Gegen 7:15 Uhr ziehen einheimische Mönche in langen Reihen durch die Straßen, um Almosen entgegenzunehmen. Wer möchte, kann abgepacktes Essen in die Schalen legen und erhält dafür den Segen der Mönche — ein stiller, konzentrierter Moment, bevor
der Tag richtig beginnt.
Die Fahrt führt dann weiter zum Goldenen Dreieck, wo Thailand, Laos und Myanmar auf engem Raum aufeinandertreffen. Von einem Aussichtspunkt öffnet sich der Blick auf den breiten Mekong und die gegenüberliegenden Ufer — eine Stelle, die jahrzehntelang für den Mohnanbau bekannt war. Ein kleines Opiummuseum in der Nähe erklärt die Geschichte des Mohnanbaus im Norden Thailands anschaulich und ohne Beschönigung.
Weiter geht es nach Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands, direkt an der Grenze zu Myanmar. Das geschäftige Treiben rund um den Grenzübergang gibt einen lebhaften Eindruck vom Alltag in einer Grenzstadt. Vom Wat Phra That Doi Wao bietet der moderne Skywalk einen weiten Blick über die burmesische Stadt Tachilek und die umliegenden Hügel.
Letzte Station des Tages ist der Blaue Tempel in Chiang Rai — der Wat Rong Suea Ten. Die leuchtend blauen Wände, die goldenen Verzierungen und die ungewöhnlichen Skulpturen im Innenraum machen ihn zu einem der eindrucksvollsten modernen Tempel des Landes.
Übernachtung
Einer der bekanntesten Tempel Thailands steht gleich am Morgen auf dem Programm: der Weiße Tempel — Wat Rong Khun — wenige Kilometer südlich von Chiang Rai. Die
komplett in Weiß gehaltene Anlage wurde vom Künstler Chalermchai Kositpipat entworfen und wird bis heute von ihm weiterentwickelt. Die verspiegelten Oberflächen
fangen das Licht ein, im Inneren verbinden ungewöhnliche Wandmalereien traditionelle buddhistische Motive mit Popkulturreferenzen — ein Tempel, der so aussieht wie kein anderer im Land.
Danach führt die Route in den Khun Korn Forest Park. Eine Wanderung durch den Dschungel — rund 1,4 Kilometer zum Wasserfall und zurück — führt zu einem der höchsten Wasserfälle Nordthailands. Der Weg über Wurzeln und Bambusstege ist stellenweise steil und rutschig, festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Auf halbem Weg nach Chiang Mai liegt Wiang Pa Pao, wo das Mittagessen an einem Restaurant bei den heißen Quellen eingenommen wird — wer möchte, kann die Pause für ein kurzes Fußbad im Thermalwasser nutzen. Eine kleine Kaffeefarm in der Umgebung gibt einen Einblick in den Anbau und die Verarbeitung von Arabica-Kaffee, der in den Hügeln des Nordens seit Jahrzehnten angebaut wird.
Letzte Station vor Chiang Mai ist der Wat Phra That Doi Saket — ein Tempel auf einem Hügel am Stadtrand, mit weitem Blick über die Ebene des Mae Rim-Tals. Danach erreicht die Gruppe ihr Hotel in Chiang Mai.
Übernachtung
Der letzte Tag gehört der Weiterreise. Je nach Abflugzeit bringt Sie der Transfer rechtzeitig zum Flughafen Chiang Mai — von hier aus sind die Strände des Südens ebenso gut erreichbar wie ein Anschlussflug nach Bangkok oder ins Ausland.
Wer früh abreist, hat noch Zeit für einen letzten Morgenspaziergang durch die Altstadt — die Gassen rund um den alten Stadtgraben sind zu dieser Stunde noch ruhig, die Tempel geöffnet und die Märkte gerade im Aufbau.
Leistungen & Preise
Sechs Tage mit maximal fünf Mitreisenden und einer deutschsprachigen Reiseleitung, die die Stationen dieser Route aus eigener Erfahrung kennt. Das Programm steht fest — Sie müssen sich um nichts kümmern außer dem Erleben.
Inkludierte Leistungen
Nicht inkludiert
Der Richtpreis gilt pro Person im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag liegt bei ca. 225 €. Der genaue Preis in Euro richtet sich nach dem aktuellen Wechselkurs, dem Buchungszeitpunkt und der Teilnehmerzahl — Ihr persönliches unverbindliches Angebot erhalten Sie auf Anfrage.
Persönliches Angebot anfragenHäufige Fragen
Unverbindlich anfragen
Teilen Sie uns Ihren Wunschtermin und die Anzahl der Personen mit — wir prüfen die Verfügbarkeit und melden uns zeitnah. Unser Team ist vor Ort in Thailand und kennt die Stationen dieser Reise aus eigener Erfahrung.