Im Isaan, auf dem Mekong und in den Königsstädten von Laos
Der Isaan ist Thailands größte Region — und die am wenigsten bereiste. Khmer-Tempel auf erloschenen Vulkanen, ein UNESCO-Welterbe das die Bronzezeit Südostasiens neu schrieb, und eine Grenze die keine Barriere ist: Jenseits des Mekong beginnt Laos. Vientiane, Luang Prabang, zwei Tage auf dem Fluss — und am Ende das Goldene Dreieck, wo drei Länder aufeinandertreffen.
Der Verlauf Ihrer Rundreise
Die Route verlässt Bangkok in Richtung Nordosten — durch den Isaan, mit Stopps an den Khmer-Tempeln Burirams, dem UNESCO-Welterbe Ban Chiang und der Grenzstadt Nong Khai. Ab Tag fünf wechselt das Land: Vientiane, Vang Vieng und Luang Prabang liegen in Laos, die letzten beiden Tage auf dem Mekong mit der Shompoo Cruise. Der Rückweg nach Thailand führt über Chiang Khong, das Goldene Dreieck und Mae Sai bis nach Chiang Rai.
Ihr Reiseverlauf im Detail
Der Isaan braucht Platz — die ersten vier Tage nehmen ihn sich. Khmer-Tempel, Ausgrabungsstätten, Stopps mit Substanz. Ab Nong Khai wechselt das Land: Laos beginnt an der Brücke über den Mekong und endet erst nach zwei Tagen auf dem Fluss. Die letzten beiden Tage gehören dem Norden Thailands — Goldenes Dreieck, Mae Sai, Chiang Rai.
Kein Khmer-Tempel in Thailand thront auf einem ähnlich unerwarteten Sockel wie der Prasat Phanom Rung — auf dem Krater eines erloschenen Vulkans, 381 Meter über dem flachen Isaan, mit Blick weit über die Ebene bis zur kambodschanischen Grenze. Ihr Reiseleiter holt Sie am Morgen in Bangkok ab, und rund fünf Fahrstunden später beginnt der Aufstieg auf den Hügel.
Der 160 Meter lange Prozessionsweg aus Lateritstein führt hinauf zur Hauptanlage — ein Bauwerk aus rosa Sandstein, das zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert als Hindu-Heiligtum zu Ehren Shivas errichtet wurde, in derselben Epoche und im selben Stil wie Angkor Wat. Einmal im Jahr, zum Phanom Rung Festival im April, scheint die Sonne exakt durch alle 15 Portale der Anlage. An gewöhnlichen Tagen gehört der Tempel Ihnen und dem Wind.
Rund drei Kilometer weiter liegt Prasat Muang Tam — eine zweite Khmer-Anlage, die den Besuch von Phanom Rung gut ergänzt: kein Hauptturm, keine Prozessionsallee, dafür vier quadratische Teiche aus der Khmer-Zeit die das zentrale Heiligtum umrahmen. Ein anderer Maßstab, eine andere Stille.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Nakhon Ratchasima — Korat, wie die Stadt im ganzen Land heißt. Morgen früh wartet der Isaan.
Übernachtung (Vorschlag)
Sechzig Kilometer nördlich von Korat endet die Straße am Stadtrand von Phimai — und dort beginnt die nächste Khmer-Anlage dieser Route. Der Prasat Phimai markierte das nördlichste Ende des alten Khmer-Straßennetzes, das einst von Angkor durch ganz Südostasien zog. Anders als Phanom Rung steht er nicht auf einem Hügel, sondern mitten in der Stadt — von einem rechteckigen Wassergraben umgeben, mit einem weißen Sandstein-Prang als Hauptturm, der trotz seiner tausend Jahre auffallend gut erhalten ist.
Vom Tempel führt der Weg zum Sai Ngam — einem Banyanbaum, dessen Luftwurzeln im Laufe von drei Jahrhunderten einen eigenen Wald gebildet haben, der auf einer Halbinsel des Moon River steht. Ein kurioser Stopp, der im Gedächtnis bleibt.
Am Nachmittag liegt Ban Chiang auf dem Weg nach Udon Thani — rund 50 Kilometer östlich der Stadt, ein unscheinbares Dorf das 1992 als UNESCO-Welterbe eingetragen wurde. Was 1966 ein amerikanischer Student beim Stolpern über eine Baumwurzel entdeckte, stellte die bisherige Vorstellung von der Bronzezeit in Südostasien auf den Kopf: Keramikscherben, Bronzewerkzeuge und Schmuck — älter als alles was man bis dahin in der Region kannte. Im Nationalen Museum des Ortes sind die charakteristischen rotbemalten Tongefäße ausgestellt, im Freiluftbereich ein offenes Ausgrabungsfeld unter Schutzdach, das die Arbeitsweise der Archäologen bis heute sichtbar macht.
Udon Thani empfängt am Abend — eine Stadt ohne große Sehenswürdigkeiten, mit gutem Essen und einem entspannten Nachtmarkt.
Übernachtung (Vorschlag)
Sechzig Kilometer trennen Udon Thani von der Grenze — und doch wechselt heute die Welt. An der Friendship Bridge über den Mekong endet Thailand, beginnt Laos. Die Grenzformalitäten erledigen Sie auf der laotischen Seite: Visum on arrival, ein paar Stempel, dann wartet bereits Ihr laotischer Fahrer für die kurze Fahrt nach Vientiane.
Die Hauptstadt von Laos ist eine der ruhigsten Hauptstädte Südostasiens — keine Hochhäuser, keine Hochgeschwindigkeit, kaum Lärm. Der Rest des Tages gehört Ihnen: Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, der Mekong ist vom Stadtzentrum aus in wenigen Minuten erreichbar. Für den Abend empfiehlt sich die Promenade am Fluss — Straßenküchen, Blick auf den breiten Mekong, auf der anderen Seite bereits Thailand.
Übernachtung (Vorschlag) · 2 Nächte
Vientiane hat den Rhythmus einer Provinzstadt und die Substanz einer Hauptstadt. Der heutige Tag zeigt beides.
Am Morgen führt der Weg zunächst zum Morning Market — kein Touristenmarkt, sondern der Versorgungsmarkt der Stadt, mit Stoffen, Goldschmuck, Haushaltsware und frischen Produkten aus dem Mekong-Umland. Von dort geht es zu den wichtigsten Monumenten der Hauptstadt: Der Pha That Luang, die goldene Nationalstupa Laos‘, wurde 1566 von König Setthathirath errichtet und ist heute im laotischen Staatswappen zu sehen. Ihre dreistufige Pyramide aus vergoldetem Beton ist 45 Meter hoch und von 30 kleineren Stupas umgeben — ein Bauwerk das nach Plünderungen im 19. Jahrhundert erst in den 1930er Jahren von den Franzosen wiederhergestellt wurde.
Ho Pha Keo, der ehemalige Königstempel, beherbergt heute eines der besten Museen für religiöse Kunst in Laos. Wat Si Saket ist der älteste noch stehende Tempel der Stadt — seine Kreuzgänge sind mit Tausenden kleiner Buddha-Figuren gefüllt, die in Wandnischen eingelassen sind. Wat Si Muang, unweit des Stadtzentrums, gilt als der meistbesuchte Tempel der Stadt unter Einheimischen: Hier wird täglich gebetet und geopfert.
Den Abschluss des Tages bildet der Patuxai — Vientianes Triumphbogen, 49 Meter hoch, errichtet aus Beton der ursprünglich von den Amerikanern für den Bau eines Flughafens bereitgestellt worden war. Das brachte ihm den Spitznamen „vertikale Landebahn“ ein. Von der obersten Ebene öffnet sich der Blick über die Boulevards der Stadt.
Nördlich von Vientiane endet die flache Reisebene des Mekong-Tieflandes — und beginnt das Bergland, das den Rest der Laos-Route bestimmt. Auf halber Strecke nach Vang Vieng liegt der Nam Ngum Stausee: mehrere hundert Quadratkilometer Wasser, zahlreiche bewaldete Inseln, eingebettet zwischen Hügelketten. Der Stausee entstand 1971, als der Nam Ngum River aufgestaut wurde — seitdem versorgt er die Region mit Strom und bietet Laos‘ Hauptstadt das Bild eines Binnenmeers. Eine Bootsfahrt auf dem See gehört zum Programm.
Vang Vieng liegt am Ufer des Nam Song, umgeben von Karstfelsen die senkrecht aus dem flachen Tal aufsteigen. Am Nachmittag führt eine Wanderung ans Westufer des Flusses, wo einige der Höhlen der Region zugänglich sind. Der Weg dorthin führt durch Reisfelder — und an einem Hmong-Dorf vorbei, das einen kurzen Einblick in den Alltag der Bergbevölkerung gibt.
Vang Vieng war lange Zeit vor allem als Partyort bekannt. Davon ist heute nicht mehr viel übrig — was bleibt, ist eine Kleinstadt mit außergewöhnlicher Lage.
Übernachtung (Vorschlag)
Die Straße von Vang Vieng nach Luang Prabang gehört zu den kurvenreichsten Abschnitten der Laos-Route — und zu den eindrucksvollsten. Hinter Vang Vieng steigt die Route in das Bergland der Provinz Vientiane, durch Karstformationen und dichten Dschungel, vorbei an kleinen Dörfern die kaum auf Karten erscheinen. Die Landschaft wechselt mit jeder Kurve.
Luang Prabang liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Nam Khan und dem Mekong, auf rund 300 Metern Höhe — eine Stadt, die 1995 als UNESCO-Welterbe eingetragen wurde und seitdem so gut erhalten geblieben ist, dass der Spaziergang durch die Altstadt wie ein Gang durch ein intaktes Kolonialensemble wirkt. Französische Verwaltungsgebäude und buddhistische Klöster stehen auf engem Raum nebeneinander, ohne dass eines das andere verdrängt.
Der Rest des Tages gehört Ihnen — Zeit zum Ankommen, zum Schlendern durch die Straßen oder zum Sitzen am Mekong, bevor morgen die Stadt ausführlich auf dem Programm steht.
Übernachtung (Vorschlag) · 2 Nächte
Luang Prabang hat 32 buddhistische Klöster unter Denkmalschutz — und einen ganzen Tag um sie zu erkunden. Der Wat Xieng Thong steht am Ende der Halbinsel, dort wo Nam Khan und Mekong zusammenfließen. Er wurde 1560 von König Setthathirath erbaut, „Tempel der Goldenen Stadt“ bedeutet sein Name auf Laotisch, und bis 1975 wurden hier die Könige von Laos gekrönt. Das geschwungene Dach fällt fast bis zum Boden, an der Rückwand des Haupttempels leuchten Glasmosaike in tiefen Blau- und Goldtönen.
Wat Visoun beherbergt die älteste stehende Stupa der Stadt — eine ungewöhnliche Halbkugelform, die im Volksmund „Wassermelone“ genannt wird. Wat Aham, Wat Sene und Wat Sibounluang sind weniger besucht, aber atmosphärisch oft stärker: In diesen Klöstern ist der Alltag der Mönche sichtbar, ohne Touristenmassen. Wat Sop und Wat Si Moungkhoun runden den Stadtbesuch ab.
Zum Sonnenuntergang führt der Weg auf den Phou Si — den bewaldeten Hügel im Zentrum der Stadt, mit einer Stupa an der Spitze und einem der weitesten Blicke über Luang Prabang: Tempel, Palmkronen, die Schleife des Mekong, dahinter die Berge.
Früh am Morgen legt die Shompoo ab — ein Holzboot in traditioneller laotischer Bauweise, das stromaufwärts in Richtung Pakbeng fährt. Das Frühstück wird an Bord serviert, der Mekong liegt still im Morgendunst.
Der erste Halt gilt den Pak Ou Höhlen, rund 25 Kilometer flussaufwärts von Luang Prabang. Zwei Kalksteinhöhlen im Fels direkt über dem Wasser — Tham Ting und Tham Theung — beherbergen über 2.000 Buddha-Statuen, die Gläubige über Jahrhunderte hier abgelegt haben. Die Figuren füllen jeden Winkel, jede Nische, jedes Regal: ein stilles, fast museales Bild an einem Ort der aktiv verehrt wird.
Weiter flussaufwärts liegt Ban Xang Hai — ein Dorf das für seinen Lao Lao bekannt ist, einen klaren Reiswein der hier in einfachen Destillen gebrannt wird. Wer möchte, probiert. Das Mittagessen wird zurück an Bord serviert, während der Mekong langsam durch Bergland und Dschungel zieht.
Am Nachmittag legt die Shompoo noch einmal an einem Fischerdorf am Ufer an, bevor Pakbeng am späten Nachmittag in Sicht kommt — ein kleines Städtchen auf einem Hügel über dem Fluss, das seinen Charme vor allem der Lage verdankt.
Übernachtung (Vorschlag)
Von Pakbeng aus geht die Fahrt weiter — der zweite und letzte Tag auf dem Mekong. Die Strecke bis zur thailändischen Grenze bei Huay Xai ist die dramatischere der beiden Etappen: Der Fluss wird enger, die Berge rücken näher, das Dschungelgrün dichter.
Unterwegs hält die Shompoo an einem Bergdorf am Ufer — ein kurzer Stopp, der einen Blick auf das Alltagsleben der Bewohner dieser abgelegenen Flussregion gibt. Das Mittagessen wird wieder an Bord serviert.
Am späten Nachmittag erreicht das Boot Huay Xai auf der laotischen Seite. Hier verlassen Sie die Shompoo — nach zwei Tagen auf dem Mekong, rund 280 Kilometer Fluss, zwei Länder und einer Langsamkeit die sich kaum mit anderen Transportmitteln reproduzieren lässt. Die Grenzformalitäten erledigen Sie auf der Brücke zwischen Laos und Thailand, dann bringt Sie ein Transfer ins Hotel nach Chiang Khong auf der anderen Seite.
Übernachtung (Vorschlag)
Nach zwei Tagen auf dem Mekong kommt der Fluss heute noch einmal — aber von der anderen Seite. Chiang Saen, eine halbe Stunde westlich von Chiang Khong, ist eine der ältesten Städte Nordthailands: Reste der mittelalterlichen Stadtmauer umschließen noch heute einen Teil der Innenstadt, der Wat Chedi Luang steht als Ruine inmitten von Bäumen. Ein kurzer Stopp, der zeigt was unter dieser Ecke Nordthailands liegt.
Wenige Kilometer flussaufwärts liegt Sop Ruak — das Goldene Dreieck, dort wo Thailand, Myanmar und Laos im Mekong aufeinandertreffen. Die drei Länder sind gleichzeitig sichtbar, der Fluss breit, die Stimmung ruhig. Dass diese Region jahrzehntelang als weltgrößtes Opiumanbaugebiet galt, lässt sich heute kaum vorstellen — das kleine Museum am Ufer dokumentiert diese Geschichte ohne Schönfärberei.
Mae Sai, die nördlichste Stadt Thailands, liegt rund 850 Kilometer von Bangkok entfernt und keine fünfzig Meter von Myanmar. Der Grenzmarkt ist ein Handelstreff zwischen zwei Welten: burmesische Waren, chinesische Importgüter, Thai-Händler — ein Marktbesuch der sich von jedem anderen im Land unterscheidet.
Den Abschluss setzt der Wat Rong Khun auf dem Weg nach Chiang Rai — ein Tempel, der seit 1997 gebaut wird und noch immer nicht fertig ist, weil sein Schöpfer Chalermchai Kositpipat das so entschieden hat. Die Außenhülle aus weißem Spiegelglas blendet im Nachmittagslicht. Im Inneren: Wandbilder, die buddhistische Ikonografie mit Figuren aus Film und Gegenwart mischen — unfertig, absichtlich, und trotzdem vollständig in sich.
Übernachtung (Vorschlag)
Der letzte Morgen. Chiang Rai empfängt früh mit Stille — die Stadt wacht langsam auf, die Märkte beginnen erst, die Tempel gehören noch den Mönchen. Wer Zeit hat, spaziert ein letztes Mal durch das Zentrum oder sitzt beim Frühstück in einem der Kaffeehäuser der Innenstadt.
Ihr Fahrer bringt Sie zum gewünschten Zeitpunkt zum Flughafen Chiang Rai. Wer die Reise um Chiang Mai verlängern möchte — der Transfer dorthin ist gegen Aufpreis möglich.
Elf Tage, zwei Länder, ein Fluss der alles verbindet.
Leistungen & Preise
Jede unserer Thailand Rundreisen wird individuell für Sie geplant – die nachfolgenden Leistungen zeigen, was in dieser Reise bereits enthalten ist. Unser Richtpreis basiert auf 2 Reisenden in der regulären Saison und ist bewusst reell kalkuliert – ohne „ab"-Preise auf Basis unrealistischer Wechselkurse oder Gruppengrößen. Je nach Reisezeitraum, Hotelwahl oder Anzahl der Reisenden Personen kann Ihr persönlicher Preis auch günstiger ausfallen.
Inkludierte Leistungen
Nicht inkludiert
Jede Reise ist so einzigartig wie Sie. Dieser Richtpreis dient als Orientierung für das beschriebene Reiseprogramm bei 2 Personen. Ihr persönlicher Reisepreis richtet sich nach Reisezeit, Hotelkategorie, Anzahl der Reisenden und gewünschten Anpassungen. Ihr unverbindliches persönliches Angebot erhalten Sie auf Anfrage.
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