Am Mekong, in den Khmer-Ruinen und auf den Bergstraßen des Nordostens
Der Isaan ist kein Reiseziel, das man zufällig entdeckt. Die Region zwischen Mekong und Korat-Plateau ist flächenmäßig größer als Deutschland — und trotzdem kennen ihn die meisten Besucher kaum. Acht Tage führen durch den Nordosten: von den Dschungelwäldern des Khao Yai über eine Khmer-Tempelanlage auf einem erloschenen Vulkan, den Zusammenfluss zweier Ströme bei Khong Chiam, die stillen Mekong-Uferstraßen bis in die Bergwelt von Loei. Wer Zeit mitbringt, bekommt viel zurück.
Der Verlauf Ihrer Rundreise
Die Route startet in Bangkok und schlägt einen weiten Bogen durch den Nordosten — erst nordostwärts in den Khao Yai Nationalpark, dann weiter Richtung Osten an die kambodschanische Grenze, nordwärts an den Mekong und schließlich westwärts durch die Bergprovinz Loei ins Landesinnere. Wer den Isaan von Süden nach Norden liest, bekommt in acht Tagen einen vollständigen Querschnitt durch eine seiner kontrastreichsten Regionen.
Ihr Reiseverlauf im Detail
Die ersten beiden Tage setzen den Ton: Nationalpark, Khmer-Ruinen, längere Fahrten mit viel Inhalt. Ab Tag drei bis fünf bestimmt der Mekong die Route — ruhiger, weiter, mit Stopps an Orten die kaum im Reiseführer auftauchen. Die letzten drei Tage führen in die Bergprovinz Loei, den Phu Luang Nationalpark und das Geisterfestival-Städtchen Dansai. Isaan bedeutet viel Fläche — die Etappen sind entsprechend konzipiert: Fahrtzeit mit Inhalt aufgeladen, kein Transfer ohne Stopp.
Gleich nach dem Frühstück begrüßt Sie Ihr Reiseleiter in der Hotellobby — der Beginn von acht Tagen durch den Nordosten. Die Stadt bleibt bald zurück: Rund 100 Kilometer nordöstlich liegt der erste Stopp, der Obstmarkt von Nong Chaom, ein farbenfroher Moment bevor der Dschungel beginnt.
Im Khao Yai Nationalpark wartet Thailands ältester Nationalpark, seit 2005 UNESCO-Weltnaturerbe und mit rund 2.170 Quadratkilometern einer der größten zusammenhängenden Tropenwälder Südostasiens. Ein gut ausgebauter Weg führt zum Haew Narok, einem dreistufigen Wasserfall, der sich von einer rund 150 Meter hohen Klippe in die Tiefe ergießt. Weiter geht es zum Haew Suwat — hier wurde eine Szene des Films „The Beach“ gedreht. Zwischen den Wasserfällen begleitet dichter Dschungel die Fahrt: Elefanten, Gibbons, Mungos und über 2.000 Pflanzenarten leben im Park. Ein Abstecher ins Parkmuseum rundet den Einblick ab.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Pak Chong. Nach dem Einchecken führt der Abend noch zum Wat Tham Silathong — und zu einem der ungewöhnlichsten Naturschauspiele der Region: Millionen von Fledermäusen verlassen in einem gewaltigen Schwarm die Höhlen des nahegelegenen Berges auf ihren nächtlichen Beutezug.
Übernachtung
Nach dem Frühstück verlässt die Route das grüne Bergland des Khao Yai und dreht Richtung Osten — in die Provinz Buriram, wo die am besten erhaltene Khmer-Anlage Thailands auf einem erloschenen Vulkan thront.
Der Phrasat Phanom Rung liegt auf 381 Metern Höhe und blickt weit über die Ebene bis zur kambodschanischen Grenze. Die Anlage entstand zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert — aus derselben Epoche wie Angkor Wat, und während der Blütezeit unter Suriyavarman II. wesentlich erweitert. Eine lange Prozessionsallee mit Naga-Brücken führt hinauf zum Hauptturm — ein architektonisch sorgfältig inszenierter Aufstieg, der auch heute noch wirkt.
Wenige Kilometer entfernt liegt Muang Tham, eine zweite Khmer-Anlage in flacherer Lage, ruhiger und weniger besucht als Phanom Rung. Vier Gopuras, Teichanlagen und gut erhaltene Türme geben einen anderen Blick auf die Khmer-Baukunst dieser Region.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Ihren Homestay in Nang Rong — in unmittelbarer Nähe der Muang Tham Anlage, ein klimatisiertes Zimmer in familiärer Atmosphäre.
Übernachtung
Drei Stopps, die sich kein Reiseführer ausdenken würde — und trotzdem alle real: ein Tempel aus Bierflaschen, eine stille Khmer-Ruine und ein Fluss mit zwei Farben. Der Weg dorthin führt ostwärts durch den flachen Isaan, über 370 Kilometer tief in den Nordosten.
Auf dem Weg liegt der Wat Pa Maha Chedi Kaew, besser bekannt als der Millionen-Flaschen-Tempel: Mönche haben hier seit 1984 über 1,5 Millionen leere Heineken- und Chang-Flaschen zu Türmen, Pagoden und Klostergebäuden zusammengesetzt — ein ungewöhnlicher Ort, der zwischen skurril und beeindruckend liegt.
Über Ubon Ratchathani führt ein weiterer Stopp zum Wat Sa Kampaeng Yai — eine Khmer-Tempelanlage aus dem 11. Jahrhundert, ruhig gelegen und selten besucht. Weiter nach Khong Chiam, einem kleinen Städtchen an der Mündung des Moon River in den Mekong.
Am frühen Abend unternehmen Sie eine Bootsfahrt zu dem Punkt, wo sich das braune, wärmere Wasser des Mekong und das grünliche, kühlere Wasser des Moon River treffen — eine klare Farbgrenze mitten im Strom, die dem Ort seinen zweiten Namen gibt: der zweifarbige Fluss.
Übernachtung
Zwei Orte, zwei völlig unterschiedliche Eindrücke — verbunden durch den Mekong. Zuerst geht es in den Pha Taem Nationalpark, rund 20 Kilometer nördlich von Khong Chiam. An den Sandsteinklippen über dem Mekong ziehen sich Felsmalereien über mehrere Kilometer — bis zu 3.000 Jahre alte Darstellungen von Fischfallen, Elefanten und menschlichen Händen, aufgetragen auf überhängende Felswände mit freiem Blick nach Laos. Bizarre Pilzfelsen aus erodiertem Sandstein säumen den Wanderweg entlang der Klippen.
Weiter nördlich am Ufer liegt Sam Phan Bok (je nach Wasserstand). Wenn der Mekong sein Bett freigibt, treten über 3.000 Sandstein-Vertiefungen zutage, ausgewaschen von Jahrtausenden Strömung. Kein Wasserfall, kein Tempel — nur Fluss und Stein in ungewöhnlichen Formen. Auf dem Weg nach Mukdahan liegt je nach Wasserstand noch der Saeng Chan Wasserfall — ein möglicher Stopp, wenn der Pegel es erlaubt.
Am Nachmittag erreichen Sie Mukdahan — eine ruhige Grenzstadt am Mekong gegenüber von Savannakhet in Laos.
Übernachtung
Drei Stopps, viel Fläche dazwischen — und am Ende eine Stadt direkt an der Grenze zu Laos.
Der Tag beginnt in Nakhon Phanom mit einem Abstecher nach That Phanom, wo der Phra That Phanom über der Ebene aufragt — einer der am meisten verehrten Chedis des Nordostens, 57 Meter hoch im laotischen Stil, und der Überlieferung nach Hüter einer Reliquie des Buddha. Die heutige Form stammt aus dem Wiederaufbau nach 1975, als der Chedi durch schwere Regenfälle einstürzte.
Weiter nach Ban Chiang — ein unscheinbares Dorf nahe Udon Thani, das 1992 als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurde. Hier wurden Überreste einer Siedlung freigelegt, deren Funde bis zu 6.000 Jahre zurückreichen. Im Museum sind Knochen, Bronzegegenstände und die charakteristischen rotbemalten Tongefäße zu sehen. Ein offener Ausgrabungsbereich im benachbarten Wat Pho Si macht die Schichtung der Fundstätte unmittelbar sichtbar.
Vor dem Einchecken in Nong Khai führt ein letzter Stopp an den Indochina-Markt am Mekong-Ufer — Waren aus Laos und Vietnam, dicht an dicht, einer der authentischsten Märkte im Nordosten.
Übernachtung
Rund fünf Kilometer östlich von Nong Khai steht etwas, das schwer zu beschreiben ist, bevor man es gesehen hat: der Sala Kaeo Ku. Über hundert monumentale Betonskulpturen, bis zu 25 Meter hoch, angelegt von Bunleua Sulilat, einem Isaan-Schamanen, der ab 1958 zunächst einen ähnlichen Park bei Vientiane in Laos baute und nach der kommunistischen Revolution 1975 nach Thailand zurückkehrte. Buddha und Vishnu, Naga-Schlangen und mehrarmige Göttinnen — alles in Beton gegossen, ohne Kunstakademie, nur nach den Visionen des Erbauers. Skulpturenparks gibt es viele in Thailand; dieser ist anders.
Von Nong Khai führt die Route westwärts auf der malerischen Uferstraße am Mekong entlang — durch Si Chiang Mai und Sangkhom nach Chiang Khan, einem kleinen Städtchen mit Holzhäusern aus der Jahrhundertwende direkt am Flussufer. Die Chai Khong Road mit ihren alten Teakholzfassaden lädt zu einem kurzen Bummel ein, bevor die Fahrt weiter nach Loei führt — eine Bergprovinz bekannt für kühle Nächte und das jährliche Geisterfestival Phi Ta Khon in Dan Sai.
Übernachtung
Früh aufbrechen lohnt sich hier. Rund 40 Kilometer von Loei entfernt windet sich eine Bergstraße hinauf zum Phu Luang Wildschutzgebiet — einem Hochplateau auf über 1.500 Metern, das in dieser Form nirgendwo sonst im Isaan zu finden ist.
Kühle Luft, dichte Kiefernwälder und Rhododendren, dazwischen rund 160 Orchideenarten — Phu Luang gilt als eines der bedeutendsten Orchideenschutzgebiete Asiens. Auf dem Plateau führt ein Naturlehrpfad durch verschiedene Vegetationszonen; wilde Elefanten leben im Park, Sichtungen sind möglich. Ein kühler Bergwald mitten im Isaan — nach Tagen am Mekong und in der Ebene ein echter Kontrast.
Am frühen Nachmittag führt die Route hinunter in die Ebene und weiter nach Dan Sai — einem kleinen Städtchen, das einmal im Jahr aus dem Dornröschenschlaf erwacht: beim Phi Ta Khon Festival, wenn die Einwohner in grell bemalten Geistermasken und bunten Kostümen durch die Straßen ziehen. Außerhalb des Festivals ist Dan Sai ruhig — ein guter letzter Abend vor dem langen Schlusstag.
Übernachtung
Der letzte Tag gehört der Rückfahrt — aber nicht nur ihr. Die Route führt von Dan Sai ostwärts durch das bergige Hinterland der Provinz Loei, vorbei an Aussichtspunkten mit weitem Blick über das Korat-Plateau. Acht Tage, acht Provinzen, über 2.000 Kilometer — der Isaan ist keine Region, die man in einem Durchgang versteht. Aber wer einmal durch sie gefahren ist, kennt den Unterschied zwischen Thailand, das man kennt, und Thailand, das es noch gibt.
In Khon Kaen endet die Reise. Ihr Reiseleiter begleitet Sie zum Flughafen, wo Sie Ihren Rückflug nach Bangkok antreten.
Leistungen & Preise
Jede unserer Thailand Rundreisen wird individuell für Sie geplant – die nachfolgenden Leistungen zeigen, was in dieser Reise bereits enthalten ist. Unser Richtpreis basiert auf 2 Reisenden in der regulären Saison und ist bewusst reell kalkuliert – ohne „ab"-Preise auf Basis unrealistischer Wechselkurse oder Gruppengrößen. Je nach Reisezeitraum, Hotelwahl oder Anzahl der Reisenden Personen kann Ihr persönlicher Preis auch günstiger ausfallen.
Inkludierte Leistungen
Nicht inkludiert
Jede Reise ist so einzigartig wie Sie. Dieser Richtpreis dient als Orientierung für das beschriebene Reiseprogramm bei 2 Personen. Ihr persönlicher Reisepreis richtet sich nach Reisezeit, Hotelkategorie, Anzahl der Reisenden und gewünschten Anpassungen. Ihr unverbindliches persönliches Angebot erhalten Sie auf Anfrage.
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