Schwimmende Märkte, Ruinenstädte und der Norden Thailands
Sieben Tage, die Thailand von Süd nach Nord lesen — und dabei Regionen zeigen, die selten auf derselben Route liegen. Kanchanaburi mit seiner schweren Geschichte, dem Erawan-Wasserfall und der Todeseisenbahn am River Kwai. Sukhothai und Si Satchanalai, die ersten Hauptstädte des siamesischen Königreichs, heute UNESCO-Welterbe. Phrae mit seinem Teak-Tempel der Shan, Phayao am größten Binnensee Nordthailands — und schließlich das Goldene Dreieck, wo Thailand, Myanmar und Laos am Mekong aufeinandertreffen.
Der Verlauf Ihrer Rundreise
Sieben Tage auf einer Strecke, die mehrere Regionen verbindet, die Reisende sonst getrennt bereisen: südwestlich aus Bangkok heraus zum schwimmenden Markt von Damnoen Saduak, dann westwärts nach Kanchanaburi. Von dort führt der Weg nach Norden — durch die fruchtbare Zentralebene, in die Ruinenstädte des ersten siamesischen Königreichs und weiter durch das Bergland von Phrae und Phayao bis ans Goldene Dreieck. Den Abschluss bildet Chiang Mai.
Ihr Reiseverlauf im Detail
Zwei Tage gehören Kanchanaburi — der Geschichte am River Kwai, dem Wasser des Erawan-Nationalparks. Ab Tag drei wechselt der Charakter: Die Route dreht nach Norden, durch die Reisebene des Zentraltieflandes, hinein in die erste Hauptstadt des siamesischen Königreichs. Phrae und Phayao sind Städte, die kaum auf internationalen Reiserouten auftauchen — und genau das macht sie zu einem eigenen Programmpunkt. Das Goldene Dreieck und Chiang Rai schließen die Nordroute ab, bevor Chiang Mai die Rundreise beendet. Die Fahrtage sind durchgehend mit Stopps unterbrochen, die den Weg zum Programm machen.
Früh morgens startet der Tag in Bangkok — Ihr Reiseleiter holt Sie im Hotel ab, bevor die Stadt richtig wach ist. Rund 100 Kilometer südwestlich liegt Damnoen Saduak, der bekannteste schwimmende Markt Thailands. Schon seit den frühen Morgenstunden sind die Händlerinnen auf dem Wasser — Obst, Gemüse und frisch zubereitete Speisen direkt aus den Booten, auf engen Kanälen, die sich durch das flache Land westlich von Bangkok ziehen. Eine Ruderbootfahrt bringt Sie nah ran: durch die Hauptkanäle und die ruhigeren Khlongs dahinter, wo der Marktbetrieb etwas an Dichte verliert.
Von Damnoen Saduak führt die Route westwärts nach Kanchanaburi. Die Brücke am Kwai River — durch den gleichnamigen Hollywoodfilm in die Welt getragen — ist heute ein stilles, fast nüchternes Bauwerk. Dass sie als Teil der Todeseisenbahn entstand, die zwischen 1942 und 1943 unter katastrophalen Bedingungen von alliierten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern gebaut wurde, macht den Besuch zu mehr als einer Sehenswürdigkeit.
Am Nachmittag folgt die Fahrt auf eben dieser Strecke: Von der Tham Krasae Station führt die Todeseisenbahn rund 30 Minuten durch die Berglandschaft am Kwai Noi entlang — über hölzerne Viadukte direkt am Flussufer, mit Blick auf das Wasser tief unten. Dann geht es weiter nach Saiyoke, rund 50 Kilometer nördlich von Kanchanaburi, wo das Resort am Fluss wartet.
Übernachtung
Der Erawan-Wasserfall ist kein einzelner Fall, sondern eine Abfolge von sieben Stufen, die sich über mehrere Kilometer durch den Wald des Erawan-Nationalparks ziehen. Jede Stufe hat ihr eigenes Becken — türkisfarbenes Wasser über hellem Kalkstein, gesäumt von Dschungel. Wer nur bis zur dritten oder vierten Stufe geht, sieht schon viel. Wer bis zur siebten geht, hat den Park größtenteils für sich.
Vom Resort sind es rund 40 Minuten bis zum Parkeingang. Der Vormittag gehört dem Wasserfall — Zeit zum Schwimmen, zum Wandern oder einfach zum Sitzen an einem der Becken. Der Weg nach oben führt durch dichten Wald, wird mit jeder Stufe ruhiger und naturbelassener.
Am frühen Nachmittag geht es zurück in die Kanchanaburi-Region. Der Rest des Tages gehört Ihnen — das Resort am Kwai Noi bietet dafür den richtigen Rahmen.
Übernachtung
Früh geht es los — von Kanchanaburi nordwärts durch die flache Zentralebene Thailands, vorbei an Reisfeldern, Zuckerrohrplantagen und kleinen Städten, die kaum ein Reisender kennt.
Erster Stopp ist Suphanburi und der Sam Chuk Markt — ein über hundert Jahre alter Markt entlang des Tha Chin Flusses, dessen hölzerne Shophouses aus der Rama-V-Ära noch weitgehend erhalten sind. Fischbällchen, alte Süßigkeiten, Haushaltsware und Garküchen in engen Gassen — der Markt hat seinen Alltagscharakter behalten.
Weiter nördlich, kurz vor Kamphaeng Phet, ein kurzer Halt an einem der Bananenmärkte entlang der Hauptstraße — frische Früchte für die Weiterfahrt, ein kurzer Moment am Straßenrand.
Am späten Nachmittag erreicht die Route Sukhothai. Der Geschichtspark liegt rund 13 Kilometer westlich der modernen Stadt — ein weitläufiges Areal mit fast 200 Tempelruinen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, seit 1991 UNESCO-Welterbe. Zu den eindrucksvollsten Anlagen zählen der Wat Mahathat im Zentrum, dessen Hauptchedi mit einer Lotosblüte bekrönt ist, der Wat Sra Sri auf einer kleinen Insel im See nördlich davon und der Wat Sri Sawai mit seinen drei markanten Khmer-Prangs. Das Gebiet lässt sich zu Fuß erkunden — oder Ihr Reiseleiter leiht vor Ort Fahrräder aus, mit denen Sie durch die Parkanlage fahren können.
Übernachtung
Si Satchanalai liegt rund 55 Kilometer nördlich von Sukhothai — die Schwesterstadt des alten Königreichs, Residenz des Vizekönigs, und heute ein Geschichtspark, der fast so viel zu bieten hat wie Sukhothai selbst, aber weit weniger Besucher zieht. Zwei Anlagen stehen im Mittelpunkt: Der Wat Chedi Chet Thaew mit seinen sieben Reihen von Chedis unterschiedlicher Baustile — Sukhothai, Sri Lanka, Khmer — und der Wat Chang Lom, dessen glockenförmiger Hauptchedi von 39 Elefantenstatuen umgeben ist. Zwischen den Ruinen: Gras, Bäume, kaum Lärm.
Von Si Satchanalai führt die Route auf einer kleinen Bergstraße westwärts — mit Ausblicken über das Hügelland der Provinz Sukhothai, bevor die Straße nach Denchai hinunterführt und weiter nach Phrae.
Phrae ist eine der am wenigsten besuchten Altstädte Nordthailands — bekannt für seine Teakholzhäuser, seinen Mo-Hom-Stoff und den Wat Chom Sawan nördlich des Stadtzentrums. Dieser Tempel entstand um 1900, als Shan-Händler aus Burma für den Teakhandel nach Phrae kamen und ihre eigene Architektur mitbrachten: Der gesamte Komplex ist aus Teak gebaut, das Dach in neun Lagen gestapelt, die Pfeiler aus ganzen Baumstämmen. Drinnen Buddhafiguren aus Elfenbein, Marmor und lackiertem Bambus — eine Anlage, die ihren eigenen Stil hat und ihn nicht erklärt.
Den Abschluss des Abends bildet ein Bummel über den Frischmarkt von Phrae — quirlig, lokal, ein anderer Takt als die Ruinenstädte des Tages.
Übernachtung
Der Kwan Phayao gibt Phayao seine Form — ein flacher Binnensee, von Reisfeldern und Bergen umgeben, mit einer Uferpromenade, die sich über Jahrzehnte kaum verändert hat. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer nördlich von Phrae, der See ist ihr eigentliches Zentrum. Von einem kleinen Pier aus bringt ein Boot Sie in wenigen Minuten zu einer schwimmenden Plattform in der Seemitte — direkt über dem versunkenen Wat Tilok Aram, einem Tempel aus dem 15. Jahrhundert, den das Fischereiamt 1939 beim Anlegen des Stausees ungewollt flutete. Vom Boot aus lässt sich bei klarem Wasser der Umriss der alten Ziegelstruktur unter der Wasseroberfläche erahnen.
Von Phayao führt die Route weiter nach Norden, durch Chiang Rai und hinauf bis nach Chiang Saen am Mekong. Hier, wo Thailand, Myanmar und Laos auf einem Fluss aufeinandertreffen, liegt das Goldene Dreieck. Eine Bootsfahrt von rund 15 Kilometern auf dem Mekong zeigt das Dreiländereck aus der Perspektive des Flusses — das weite, ruhige Wasser des Mekong, die flachen Ufer auf der laotischen Seite, die bewaldeten Hügel Myanmars im Hintergrund.
In Chiang Saen lohnt vor der Rückfahrt nach Chiang Rai noch ein kurzer Stopp: Der Wat Chedi Luang — nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Tempel in Chiang Mai — ist eine der ältesten Tempelruinen der Stadt, umgeben von Resten der historischen Stadtmauer.
Übernachtung
Rund 15 Kilometer südlich von Chiang Rai steht ein Tempel, der mit allem bricht, was man von buddhistischer Architektur erwartet. Der Wat Rong Khun — bekannt als der Weiße Tempel — ist kein historisches Bauwerk, sondern ein seit 1997 laufendes Lebenswerk des Künstlers Chalermchai Kositpipat: Weiß und Spiegelglas von außen, im Inneren Wandmalereien, die Buddha-Figuren neben Superhelden und Raumschiffe stellen. Die Anlage ist noch nicht fertig — und wird es nach Plan des Künstlers auch zu seinen Lebzeiten nicht sein.
Von Chiang Rai führt die Route in den Khun Korn Forest Park, rund 40 Kilometer westlich der Stadt. Ein gut markierter Weg führt rund 1,5 Kilometer durch Bambuswald und Dschungel zum Khun Korn Wasserfall — mit 70 Metern der höchste Wasserfall der Provinz Chiang Rai. Die Wanderung dauert etwa eine Stunde hin und zurück; am Fuß des Falls gibt es ein natürliches Becken zum Abkühlen.
Auf der Serpentinenstraße Richtung Chiang Mai liegt bei Wiang Pa Pao die Mae Khachan Heißwasserquelle — ein klassischer Streckenstopp, an dem kochend heißes Wasser aus dem Boden drückt. Wachteleier lassen sich direkt in den Quellen kochen, Kaffee gibt es an kleinen Ständen daneben. Kurz darauf ein Abstecher zu einer privaten Kaffeeplantage — Nordthailand ist Arabica-Land, und die Plantagen entlang dieser Strecke gehören zu den höher gelegenen der Region.
Am frühen Nachmittag erreicht die Route Chiang Mai. Nach dem Einchecken führt der Nachmittag noch einmal bergauf: Der Wat Phra That Doi Suthep liegt auf rund 1.073 Metern über der Stadt — von der oberen Terrasse reicht der Blick weit über Chiang Mai und die Bergketten des Nordens. Der Aufstieg führt über eine lange Naga-Treppe, wer sie nicht nehmen möchte, nimmt die Seilbahn.
Übernachtung
Der letzte Morgen in Chiang Mai. Wer früh aufsteht, findet die Altstadt noch in ihrem eigenen Rhythmus — bevor die Märkte auf Hochbetrieb schalten und die Tempel sich füllen. Ein Frühstück in einem der Kaffeehäuser rund um den Nimmanhaemim-Bereich, ein letzter Spaziergang durch die Gassen — oder einfach nichts weiter als der Flughafen, der nur rund zehn Minuten entfernt liegt.
Ihr Fahrer bringt Sie zum gewünschten Zeitpunkt zum Flughafen. Wer den Aufenthalt verlängern möchte — unser Team hilft gerne bei der Planung weiterer Tage in Chiang Mai oder der Umgebung.
Leistungen & Preise
Jede unserer Thailand Rundreisen wird individuell für Sie geplant – die nachfolgenden Leistungen zeigen, was in dieser Reise bereits enthalten ist. Unser Richtpreis basiert auf 2 Reisenden in der regulären Saison und ist bewusst reell kalkuliert – ohne „ab"-Preise auf Basis unrealistischer Wechselkurse oder Gruppengrößen. Je nach Reisezeitraum, Hotelwahl oder Reisegruppe kann Ihr persönlicher Preis auch günstiger ausfallen.
Inkludierte Leistungen
Nicht inkludiert
Jede Reise ist so einzigartig wie Sie. Dieser Richtpreis dient als Orientierung für das beschriebene Reiseprogramm bei 2 Personen. Ihr persönlicher Reisepreis richtet sich nach Reisezeit, Hotelkategorie, Anzahl der Reisenden und gewünschten Anpassungen. Ihr unverbindliches persönliches Angebot erhalten Sie auf Anfrage.
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