Viele Reisende stoßen im Zusammenhang mit Flugnachrichten aus Thailand auf die Abkürzung CAAT oder den Begriff „thailändische Luftfahrtbehörde“, ohne genau zu wissen, welche Institution dahintersteckt. Die CAAT (Civil Aviation Authority of Thailand) ist die staatliche Behörde, die die Zivilluftfahrt in Thailand reguliert und überwacht. Sie ist damit die zentrale Ansprechstelle für Flugsicherheit, Flughafenbetrieb und Luftverkehrsregeln im Land.
Die CAAT wurde im Oktober 2015 als unabhängige Behörde gegründet und hat das frühere Department of Civil Aviation abgelöst. Sie unterliegt der Aufsicht des thailändischen Verkehrsministeriums, handelt in ihren fachlichen Entscheidungen jedoch eigenständig.
Aufgaben und Zuständigkeiten der CAAT
Zu den Kernaufgaben der CAAT zählen die Regulierung und Prüfung der Zivilluftfahrt, der Betrieb der Flugverkehrskontrolle und Flugsicherungsdienste sowie die Zulassung und Lizenzierung von Flughäfen, Fluggesellschaften und Luftfahrzeugen. Daneben ist die Behörde laut ihrer offiziellen Aufgabenbeschreibung für die Luftraumaufsicht, den Ausbau der Luftfahrtinfrastruktur und die Aushandlung von Luftverkehrsabkommen mit anderen Staaten zuständig.
Auch die Zertifizierung von Ausbildungseinrichtungen für Luftfahrtpersonal sowie die Führung der Register für Luftfahrzeuge und Personal gehören zum Aufgabenbereich der CAAT. Damit deckt die Behörde nahezu alle regulatorischen Aspekte des thailändischen Luftverkehrs ab, vom einzelnen Flugzeug bis zum internationalen Luftverkehrsabkommen.
Aktuelle Regelungen und Entwicklungen 2026
Im Jahr 2026 hat die CAAT mehrere Regelungen mit direkter Auswirkung auf Reisende eingeführt oder angepasst. Seit dem 1. Februar 2026 gilt eine erhöhte Ein- und Ausreisegebühr für Passagiere von 25 Baht pro Person und Flug, zuvor lag sie seit 2015 bei 15 Baht.
Für Drohnen bis 25 Kilogramm gelten neue Vorschriften mit Schulungspflicht, elektronischer Registrierung, vorheriger Flugplan-Anmeldung und Versicherungsnachweis. Auch die Mitnahme von Powerbanks an Bord wurde stärker reguliert: Sie dürfen nur noch im Handgepäck transportiert werden, unterliegen Kapazitätsgrenzen, und ihre Nutzung während des Fluges ist eingeschränkt.
Als die Spannungen zwischen Israel und Iran Anfang 2026 zu Luftraumsperrungen im Nahen Osten führten, gab die CAAT zudem eine Empfehlung für Fluggesellschaften und Passagiere heraus – ein typisches Beispiel für die Rolle der Behörde als Aufsichtsinstanz bei internationalen Störungen im Flugverkehr. Wie sich solche Entwicklungen konkret auf Flugrouten und Reisepläne nach Thailand auswirken können, haben wir in einem separaten Beitrag zu den Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf Thailand-Reisen zusammengefasst.
Was bedeutet das für Ihre Thailand-Reise?
Für die eigene Reiseplanung ist wichtig zu wissen, dass die CAAT nicht für die Einreiseformalitäten selbst zuständig ist. Diese liegen bei der thailändischen Einwanderungsbehörde, die seit Mai 2025 die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) vorschreibt. Die CAAT wirkt im Hintergrund vor allem auf Flugsicherheit, Flugbetrieb und Luftraumfragen ein, während Reisende im Alltag eher mit Einreisebestimmungen, Gepäckregeln oder Flugplänen der Airlines in Kontakt kommen.
Wer aktuelle Meldungen zur thailändischen Luftfahrtbehörde verfolgt, bekommt damit in der Regel Hinweise auf strukturelle Änderungen im Flugverkehr, neue Sicherheitsauflagen oder Reaktionen auf internationale Ereignisse – nicht auf tagesaktuelle Reisewarnungen. Für die konkrete Reiseplanung bleiben die Airlines, die Einwanderungsbehörde und aktuelle Reisehinweise die relevanteren Anlaufstellen.