Am River Kwai, im Mon-Land und tief im Dschungel der Provinz Kanchanaburi
Kanchanaburi ist mehr als die Brücke am Kwai. Westlich der Provinzstadt öffnet sich eine Region, die kaum bereist wird: der Dreipagodenpass an der Grenze zu Myanmar, das Mon-geprägte Sangkhlaburi am Khao Laem Stausee, türkisfarbene Wasserfälle weit abseits der Touristenrouten. Sechs Tage, die mit der schweren Geschichte der Todeseisenbahn beginnen — und mit einem ruhigen Tag bei Elephants World enden, einem Auffangreservat für gealterte Arbeitselefanten nahe Kanchanaburi.
Der Verlauf Ihrer Rundreise
Aus Bangkok geht es westwärts nach Kanchanaburi, dann weiter in den Nordwesten der Provinz bis nach Sangkhlaburi an der Grenze zu Myanmar. Auf dem Rückweg liegen ein Zeltresort im Dschungel, der Huay Mae Khamin Wasserfall und ein letzter Tag bei Elephants World — bevor Bangkok wieder empfängt.
Ihr Reiseverlauf im Detail
Zwei Tage gehören der Geschichte und dem Wasser: Kanchanaburi mit der Todeseisenbahn, Saiyoke mit dem Erawan-Nationalpark als Alternative. Ab Tag zwei wechselt die Landschaft — die Route dreht nach Nordwesten, in eine Region, die kaum auf internationalen Reiserouten auftaucht. Sangkhlaburi am Stausee, der Dreipagodenpass, Mon-Tempel und ein versunkenes Kloster unter dem Khao Laem Reservoir. Der Rückweg führt durch Dschungel und Wasserfall — und endet mit einem Tag bei Elephants World, bevor Bangkok wieder übernimmt.
Früh morgens startet der Tag — Ihr Reiseleiter holt Sie im Hotel ab, bevor die Stadt in den Berufsverkehr übergeht. Rund 80 Kilometer südwestlich liegt Samut Songkram, wo zwischen November und April weitläufige Salinenfelder die flache Küstenebene prägen. Ein kurzer Halt — dann geht es westwärts nach Kanchanaburi.
Die Brücke am Kwai River steht seit Jahrzehnten im Schatten des Hollywood-Films, der sie weltbekannt machte. Das Original aus Stahl und Beton wirkt nüchterner als erwartet — was den Besuch nicht mindert, sondern schärft: Hier entstand zwischen 1942 und 1943 unter katastrophalen Bedingungen ein Stück der Todeseisenbahn, gebaut von alliierten Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern aus ganz Südostasien.
Wenige Kilometer westlich liegt Prasat Muang Singh — die westlichste Khmer-Tempelanlage, die je errichtet wurde, direkt am Ufer des Kwai Noi. Die Ruinen stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert und wurden erst in den 1980er Jahren systematisch freigelegt.
Am Nachmittag folgt die Fahrt auf der Todeseisenbahn selbst: Von Tham Krasae führt die Strecke rund 30 Minuten am Kwai Noi entlang — über hölzerne Viadukte, die direkt über dem Fluss hängen, mit der Felswand auf einer und dem Wasser tief unten auf der anderen Seite.
Gegen späten Nachmittag erreichen Sie das Raftresort bei Saiyoke — auf dem Wasser, umgeben von Dschungel und Stille. Der Rest des Abends gehört Ihnen.
Übernachtung
Hinter Saiyoke wird die Provinz Kanchanaburi schnell stiller — keine Touristenbusse mehr, kaum Wegweiser auf Englisch, dafür Dschungel, Bergketten und stille Stauseen.
Erster Halt ist der Saiyoke Yai Wasserfall, der direkt in den Kwai Noi fließt — einer der wenigen Wasserfälle Thailands, der unmittelbar am Flussufer liegt. Je nach Saison variiert die Wassermenge erheblich; in der Regenzeit fällt er breit und kräftig, in der Trockenzeit ruhiger.
Weiter geht es durch Thong Pha Phum in Richtung Nordwesten. Die Strecke wird schmaler, die Ortschaften kleiner — bis zum Dreipagodenpass an der Grenze zu Myanmar. Drei kleine weiße Chedis markieren den Grenzübergang, der heute vor allem von burmesischen Händlern genutzt wird. Ein Bummel über den Grenzmarkt gibt einen unverstellten Blick auf den Alltag in diesem abgelegenen Winkel Westthailands.
Am Nachmittag erreichen Sie Sangkhlaburi am Khao Laem Stausee — ein kleines, stark burmesisch und Mon-geprägtes Städtchen, das sich kaum um den Tourismus zu kümmern scheint. Ihr Resort liegt direkt am Wasser.
Übernachtung
Sangkhlaburi erkundet sich am besten zu Fuß und per Boot. Der Morgen beginnt beim Wat Wang Wiwekaram — dem Mon-Tempel auf dem Hügel südlich des Ortes, 1953 vom verehrten Mönch Luang Por Uttama gegründet und 1985 an seinen heutigen Standort verlegt, als der Bau des Vajiralongkorn-Staudamms das ursprüngliche Gelände überflutete. Im Inneren ruhen die sterblichen Überreste von Luang Por Uttama in einem gläsernen Sarg — für die Mon-Gemeinschaft ein zentraler Ort der Verehrung.
Von dort führt ein kurzer Spaziergang zur hölzernen Mon-Brücke, die das Stadtzentrum mit dem traditionellen Mon-Dorf auf der anderen Seite des Songkaria-Flusses verbindet — mit rund 400 Metern eine der längsten Holzbrücken Thailands.
Am Vormittag folgt eine Bootsfahrt auf dem Khao Laem Stausee. Das Ziel liegt unter der Wasseroberfläche: Der ursprüngliche Wat Wang Wiwekaram wurde 1984 geflutet — in der Trockenzeit ragen Teile der alten Ziegelstruktur aus dem Wasser, in der Regenzeit ist der Tempel vollständig versunken. Das Boot bringt Sie direkt zur Stelle.
Nach dem Mittagessen in einem lokalen Restaurant in Sangkhlaburi führt der Nachmittag zum Pom Pi Viewpoint mit weitem Blick über den Stausee und die umliegenden Bergketten — und anschließend zum Ka Teng Cheng Wasserfall im Dschungel.
Übernachtung
Auf dem Rückweg nach Saiyoke macht die Strecke einen Abstecher, der auf keiner Standardroute steht. Die Hindat Heißwasserquellen liegen abseits der Hauptstraße — natürliche Thermalquellen mit Beckenwasser um die 40 Grad Celsius, aufgeteilt in getrennte Bereiche für Männer und Frauen. Kein Touristenbetrieb, keine Souvenirstände — ein kurzer, stiller Halt mitten im Wald.
Weiter geht es zum Pha Tad Wasserfall — in der Region kaum bekannt, von Lokals geschätzt. Der Weg dorthin führt durch dichten Wald, der Fall selbst stürzt über eine breite Kalksteinstufe in ein natürliches Becken.
Am frühen Nachmittag erreichen Sie Ihr heutiges Ziel: das Hin Tok River Camp bei Saiyoke. Die Zelte stehen direkt am Fluss — klimatisiert, aber nah am Wasser und Dschungel. Der Rest des Tages gehört Ihnen: Pool, Flussblick, Stille. Das Abendessen wird im Camp serviert.
Übernachtung
Im Khuean Srinagarindra Nationalpark liegt der Huay Mae Khamin Wasserfall — sieben Stufen, jede mit eigenem Becken, türkisfarbenes Wasser über hellem Kalkstein. Die Straße dorthin ist schmal und kaum befahren, Reisebusse kommen hier nicht an. Wer früh aufbricht, hat den Park meist für sich.
Der Weg nach oben führt durch dichten Wald und wird mit jeder Stufe ruhiger. Schon die ersten drei oder vier Stufen zeigen, warum dieser Wasserfall unter Kennern besser bewertet wird als der bekanntere Erawan — weniger Betrieb, klareres Wasser, mehr Stille. Wer bis zur siebten Stufe geht, braucht gute Schuhe und rund zwei Stunden. Zwischen März und April führt der Huay Mae Khamin wenig Wasser — in diesem Fall weichen wir auf den Erawan Wasserfall aus.
Nach der Wanderung und dem Mittagessen im Nationalpark führt die Strecke zurück Richtung Kanchanaburi.
Am frühen Nachmittag führt die Route zu zwei Tempelanlagen auf einem Hügel rund zehn Kilometer südlich von Kanchanaburi. Der Wat Tham Sua und der chinesische Wat Tham Khao Noi stehen Seite an Seite — nur durch einen Zaun getrennt, der die Konkurrenz um Spendengelder der Einheimischen sichtbar macht. Vom hohen Turm des Wat Tham Khao Noi reicht der Blick weit über die Provinz, im Wat Tham Sua dominiert eine große sitzende Buddha-Statue das Gelände.
Am späten Nachmittag erreichen Sie Kanchanaburi — heute Nacht im Hotel direkt am Fluss.
Übernachtung
Gegen neun Uhr morgens verlassen Sie Kanchanaburi — das Ziel liegt rund 20 Kilometer entfernt. Elephants World ist kein Safaripark und keine Elefantenshow: Das Reservat nimmt gealterte Arbeitselefanten auf, die nach Jahren im Forstwirtschafts- oder Tourismusbetrieb hierher kommen. Der Umgang mit den Tieren folgt einem anderen Prinzip — kein Reiten, kein Dressurprogramm.
Nach einer kurzen Einweisung beginnt der Tag im Rhythmus des Reservats. Zuerst beobachten Sie die Elefanten beim Baden im Fluss. Dann wechselt die Rolle: Gemeinsam mit den Mahout wird das Futter vorbereitet — Klebereis mit Gemüse, geschnitten und gekocht für die älteren Tiere. Nach der Fütterung folgt das Mittagessen für Sie, während die Elefanten in Sichtweite rasten.
Am Nachmittag helfen Sie beim Pflanzen von Zuckerrohr und Bananengras — den Futterpflanzen des Reservats. Den Abschluss bildet ein zweiter Gang zum Fluss: Gemeinsam mit den Mahout führen Sie die Elefanten ans Wasser und helfen beim Schrubben — nah dran, ohne Distanz.
Gegen 16 Uhr beginnt die Rückfahrt nach Bangkok. Je nach Verkehr erreichen Sie Ihr Hotel gegen 18 bis 19 Uhr.
Leistungen & Preise
Jede unserer Thailand Rundreisen wird individuell für Sie geplant – die nachfolgenden Leistungen zeigen, was in dieser Reise bereits enthalten ist. Unser Richtpreis basiert auf 2 Reisenden in der regulären Saison und ist bewusst reell kalkuliert – ohne „ab"-Preise auf Basis unrealistischer Wechselkurse oder Gruppengrößen. Je nach Reisezeitraum, Hotelwahl oder Anzahl der Reisenden Personen kann Ihr persönlicher Preis auch günstiger ausfallen.
Inkludierte Leistungen
Nicht inkludiert
Jede Reise ist so einzigartig wie Sie. Dieser Richtpreis dient als Orientierung für das beschriebene Reiseprogramm bei 2 Personen. Ihr persönlicher Reisepreis richtet sich nach Reisezeit, Hotelkategorie, Anzahl der Reisenden und gewünschten Anpassungen. Ihr unverbindliches persönliches Angebot erhalten Sie auf Anfrage.
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