Nach einem Rekordjahr 2024 mit 35,55 Millionen ausländischen Besuchern ist die Zahl der Thailand-Reisenden 2025 erstmals seit der Wiedereröffnung wieder gesunken: rund 32,97 Millionen Menschen kamen ins Land, ein Rückgang von 7,2 Prozent. Für 2026 rechnet die Tourismusbehörde TAT nur noch mit einer leichten Erholung.
Wie viele Touristen kamen 2025 nach Thailand?
Mit 32.974.321 internationalen Ankünften erzielte Thailand 2025 Einnahmen von umgerechnet rund 1,53 Billionen Baht. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Malaysia (4,52 Millionen), China (4,47 Millionen), Indien (2,49 Millionen), Russland (1,9 Millionen) und Südkorea (1,56 Millionen). Damit bleibt Thailand nach Malaysia weiterhin das zweitbeliebteste Reiseland Südostasiens, verlor aber im gesamtasiatischen Vergleich seinen langjährigen Spitzenplatz an Japan, das seit 2024 die meisten ausländischen Gäste in Asien empfängt – auch Vietnam rückte im ersten Quartal 2026 an Thailand vorbei auf Platz drei.
Was ist das Ziel für 2026?
TAT-Gouverneurin Thapanee Kiatphaibool bestätigte im Juli 2026 ein Jahresziel von 33 Millionen ausländischen Besuchern – ein Plus von nur rund 0,1 Prozent gegenüber 2025. Frühere, deutlich optimistischere Prognosen von bis zu 36,7 Millionen wurden im Jahresverlauf zurückgenommen, unter anderem wegen der Ölpreise und der Lage im Nahen Osten. Von den angepeilten 33 Millionen sollen rund 22,2 Millionen aus dem asiatischen Nahmarkt kommen und knapp 10,4 Millionen aus Fernmärkten wie Europa und Nordamerika. Auch bei den Inlandsreisen der Thailänder selbst rechnet die Behörde mit einem leichten Rückgang auf etwa 200 Millionen Trips. Statt auf reine Besucherzahlen setzt die TAT inzwischen auf eine „Value over Volume“-Strategie: mehr Ausgaben pro Reisendem statt mehr Ankünfte um jeden Preis.
Warum ist der Tourismus eingebrochen?
Mehrere Faktoren wirken zusammen: Viele Reisende empfinden Thailand inzwischen als teurer und nicht mehr so preiswert wie früher, während Konkurrenzländer wie Japan, Vietnam und Südkorea ihre Angebote ausgebaut haben. Bei einzelnen Herkunftsländern zeigt sich das deutlich – südkoreanische Ankünfte liegen 2026 rund 19 Prozent unter Vorjahr, aus der ASEAN-Region kommen 8 Prozent weniger Reisende. Gleichzeitig wachsen andere Märkte: Chinesische Besucherzahlen legen um etwa 7 Prozent zu, indische um rund 8 Prozent. Hinzu kommen spürbare Rückgänge bei Fernreisenden aus Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten, ausgelöst unter anderem durch höhere Ölpreise und Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts, dessen Auswirkungen auf Flugkapazitäten und Buchungen wir in unserem Beitrag zu den Folgen des Iran-Konflikts für Thailand-Reisen einordnen.
Was soll den Tourismus 2026 wieder ankurbeln?
Die TAT setzt auf gezielte Kampagnen wie „Amazing Thailand: Healing is the New Luxury“ sowie auf zusätzliche Flugverbindungen, etwa neue Direktflüge aus Polen und die Rückkehr britischer Fluggesellschaften nach Bangkok, um die Kapazitäten wieder näher an das Niveau von vor 2019 zu bringen. Größere Zugkraft erwarten sich die Verantwortlichen von Großveranstaltungen im zweiten Halbjahr: der World-Bank-Jahrestagung im Oktober, der Royal Barge Procession im November und vor allem vom Musikfestival Tomorrowland in Pattaya im Dezember, dessen Tickets international innerhalb von sieben Minuten ausverkauft waren. Wer diese lebendige Seite Thailands unabhängig von Prognosen und Zielzahlen selbst erleben möchte, findet bei einer individuell geplanten Thailand Rundreise einen guten Ausgangspunkt für die eigene Planung.