Wilde Affen gehören zu Phuket wie die Strände: Auf der Insel leben Hunderte Makaken, die frechsten von ihnen keine zehn Autominuten von Phuket Town entfernt. Für Besucher sind die Tiere ein Erlebnis – solange man weiß, wo man sie trifft und welche Regeln inzwischen gelten. Denn beim Füttern verstehen die Behörden seit einigen Jahren keinen Spaß mehr.
Wo Sie auf Phuket Affen sehen
Der bekannteste Ort ist der Monkey Hill, auf Thai Khao Toh Sae, der bewaldete Hügel direkt hinter Phuket Town. Dort lebt mit über 800 Tieren die größte Makaken-Population der Insel. Zweiter Klassiker ist der Affen-Aussichtspunkt auf Koh Siray, der kleinen, über eine Brücke verbundenen Nachbarinsel im Osten – dort wurde die Gruppe zuletzt auf rund 200 Tiere geschätzt. Daneben tauchen Makaken immer wieder in den Mangroven der Ostküste und am Rand einzelner Wohngebiete auf. An den Badestränden der Westküste sind sie dagegen die Ausnahme.
Monkey Hill: Besuch mit neuen Regeln
Die Zufahrt zum Monkey Hill beginnt gegenüber der Provinzverwaltung in Phuket Town. Die Affen sitzen vor allem am unteren Teil der Straße, gut eineinhalb Kilometer hinter der Auffahrt; bis zum Sendemast mit der kleinen Aussichtsterrasse ganz oben sind es rund dreieinhalb Kilometer. Ein gutes Stück davon legen Sie zu Fuß zurück; festes Schuhwerk und etwas Wasser sind sinnvoll, denn es geht spürbar bergauf. Seit Februar 2024 kontrolliert ein Posten an der Auffahrt zudem die Taschen: Eigenes Futter mitzubringen, auch Bananen und anderes Obst, ist verboten. Gefüttert wird nur noch zu festen Zeiten durch Freiwillige. Die Regel hat einen einfachen Grund – je mehr die Tiere von Besuchern gefüttert wurden, desto zudringlicher und zahlreicher wurden sie.
Verhaltensregeln im Umgang mit Makaken
- Nicht füttern und nichts Essbares sichtbar tragen – schon eine raschelnde Plastiktüte gilt als Einladung.
- Taschen und Rucksäcke geschlossen halten, Sonnenbrillen und Handys festhalten. Makaken greifen blitzschnell zu.
- Abstand halten und die Tiere nicht bedrängen, auch nicht für ein Selfie. Direktes Anstarren oder Zähnezeigen deuten Affen als Drohung.
- Kommt ein Affe zu nah, ruhig bleiben, nichts festhalten, worum er kämpfen könnte, und langsam zurückweichen.
Nach einem Biss oder Kratzer gilt: Wunde sofort gründlich waschen und noch am selben Tag ärztlich versorgen lassen – auf Phuket ist das problemlos möglich. Warum eine Tollwutimpfung für manche Reisende sinnvoll ist, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Impfungen und Gesundheit.
Warum Phuket seine Affen zählt und sterilisiert
Dass die Behörden beim Füttern streng geworden sind, hat eine Vorgeschichte. Die Makaken-Gruppen wuchsen über Jahre so stark, dass sie in angrenzende Wohngebiete auswichen. Seit 2020 lässt die Provinzverwaltung deshalb immer wieder Tiere einfangen, sterilisieren und zurückbringen – allein beim ersten Durchgang waren es knapp 200 in drei Tagen, 2023 wurde das Programm in den Hotspots im Osten der Insel fortgesetzt. Für Besucher heißt das nicht, dass die Affen verschwinden. Es heißt nur: Die Tiere sollen wild bleiben, statt von Touristenfutter zu leben – und genau so erlebt man sie am schönsten.
Was die Insel sonst zu bieten hat, vom Big Buddha bis zu den Stränden im Süden, finden Sie in unserem Phuket Reiseführer. Und wer Affen lieber in freier Natur als am Stadtrand beobachtet, hat auf einer Rundreise durch Südthailand gute Karten – in den Nationalparks der Andamanenküste gehören Makaken und Languren zum Alltag.